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definición - Wiener_Psychoanalytische_Vereinigung

definición de Wiener_Psychoanalytische_Vereinigung (Wikipedia)

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Wikipedia

Wiener Psychoanalytische Vereinigung

                   

Die Wiener Psychoanalytische Vereinigung (WPV) war die erste psychoanalytische Organisation der Welt. Sie wurde am 15. April 1908 gegründet und war ein Gründungsmitglied der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung. Heute ist die WPV die größte psychoanalytische Gruppe in Österreich.

Inhaltsverzeichnis

  Zur Geschichte

Ab Oktober 1902 versammelte sich im Hause Freuds regelmäßig eine „Psychologische Mittwochsgesellschaft“. Aus dieser Versammlung ging 1908 die Wiener Psychoanalytische Vereinigung hervor, die deshalb gelegentlich auch als Wiener Psychoanalytische Gesellschaft bezeichnet wird. Die offizielle Gründung fand am 12. Oktober 1910 statt.

Schon 1910 wurde die erste Frau in die Wiener Psychoanalytische Vereinigung gewählt, die Ärztin Margarete Hilferding.[1] 1922 wurde Anna Freud in die Wiener Psychoanalytische Vereinigung aufgenommen, ihr Einführungsvortrag trug den Titel Schlagephantasie und Tagtraum, eine auf eigenen Erfahrungen beruhende Fallstudie zum Vater-Tochter-Verhältnis. 1925 wurde Grete Bibring-Lehner Mitglied der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung.

Gegen die mit Professionalisierung einer neuen Therapierichtung verbundenen Folgen – wie dem Hervortreten von standespolitischen Belangen und geldwerten Vorteilen – hatte Freud Vorbehalte. Die Vereinigung wurde 1938 nach dem Einmarsch der Nationalsozialisten in Österreich aufgelöst. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Vereinigung 68 Mitglieder. Die meisten von ihnen konnten ins Ausland fliehen. Viele von ihnen wurden an ihren neuen Wirkungsstätten zu prägenden Persönlichkeiten für die Entwicklung von Psychiatrie, Psychologie, Sozialarbeit und psychosomatische Medizin.

Die Neugründung der Vereinigung erfolgte am 10. April 1946. Bald darauf war sie auch wieder Mitglied der „Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung“ und konnte ihre Lehrtätigkeit fortsetzen.

  Vorsitzende

  Literatur

  • Thomas Aichhorn: Wer war August Aichhorn? Briefe, Dokumente, Unveröffentlichte Arbeiten. Löcker & Wögenstein, Wien 1976.
  • Thomas Aichhorn (Hrsg.): Zur Geschichte der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung. 1938 – 1949 (= Luzifer-Amor. Heft 31–32, ISSN 0933-3347). Band 1–2. Edition Diskord, Tübingen 2003.
  • Ernst Federn: Die Emigration von Sigmund und Anna Freud. Eine Fallstudie. In: Friedrich Stadler (Hrsg.): Vertriebene Vernunft. Emigration und Exil österreichischer Wissenschaft. Band 2: Internationales Symposium. 19. bis 23. Oktober 1987 in Wien. Jugend und Volk, Wien u. a. 1988, ISBN 3-224-16525-1, S. 247–250.
  • Wolfgang Huber: Psychoanalyse in Österreich seit 1933 (= Veröffentlichungen des Ludwig-Boltzmann-Institutes für Geschichte der Gesellschaftswissenschaften 2, ZDB-ID 1193393-8). Geyer-Edition, Wien u. a. 1977.
  • Wolfgang Huber (Hrsg.): Beiträge zur Geschichte der Psychoanalyse in Österreich (= Veröffentlichungen des Ludwig-Boltzmann-Institutes für Geschichte der Gesellschaftswissenschaften 4). Geyer-Edition, Wien u. a. 1978.
  • Roland Kaufhold: Bettelheim, Ekstein, Federn. Impulse für die psychoanalytisch-pädagogische Bewegung (= Psychoanalytische Pädagogik 12). Psychosozial-Verlag, Gießen 2001, ISBN 3-89806-069-1.
  • Roland Kaufhold: Biographische Kontinuität, Emigration und psychoanalytisch-pädagogisches Engagement. Laudatio auf Ernst Federn zu seinem 90. Geburtstag. In: psychosozial. 28. Jg., Nr. 100, Heft 2, 2005, ISSN 0171-3434, S. 75–83.
  • Elke Mühlleitner: Biographisches Lexikon der Psychoanalyse. Die Mitglieder der Psychologischen Mittwoch-Gesellschaft und der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung von 1902 – 1938. Edition diskord, Tübingen 1992, ISBN 3-89295-557-3.
  • Hermann Nunberg, Ernst Federn (Hrsg.): Protokolle der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung. 4 Bände. Fischer, Frankfurt am Main (Neuausgabe. Psychosozial-Verlag, Gießen 2008, ISBN 978-3-89806-598-6);
  • Richard F. Sterba: Erinnerungen eines Wiener Psychoanalytikers (= Fischer 7354 Fischer-Wissenschaft). Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 1985, ISBN 3-596-27354-4.

  Siehe auch

  Einzelnachweise

  1. [1]

  Weblinks

   
               

 

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